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Riesentausendfüßer

Spirostreptus giganteus

Verbreitung
Afrika (DNZ)
Kopf-Rumpf Länge
bis ca. 30 cm
Lebenserwartung
ca. 10 Jahre

Pogona vitticeps

Haltung
Waldterrarium
Einrichtung
Bodengrund Terra Basis mit Laub und Moos gemischt, Korkplatten
Ernährung
Pflanzliche Kost, Hundeflocken
Platzbedarf juvenil:
ab 50x30x30 cm
Platzbedarf adult:
ab 50x30x30 cm
Temperatur:
22 - 28 Grad
Luftfeuchte:
50 - 70 %
Schutzstatus:
nicht geschützt
Landesverordnung
nicht relevant

Diese Tausendfüßer stammen aus Ostafrika und Sansibar und gelten dank ihrer Anpassungsfähigkeit als ideale Tiere für Einsteiger in die Terraristik. Ihre beeindruckende Größe macht sie zu spannenden Beobachtungsobjekten – manche Exemplare können bis zu 30 cm lang werden.

Haltung

Ein Waldterrarium bietet ihnen optimale Bedingungen: Es ermöglicht zahlreiche Versteckmöglichkeiten und liefert durch verrottende Pflanzenteile zugleich einen wichtigen Teil ihrer Nahrung. Die Tiere fühlen sich in kleinen Gruppen besonders wohl. Aufgrund ihrer Größe empfehlen wir ein Terrarium mit mindestens 50 × 30 × 30 cm Grund

Einrichtung

Da diese Tiere nur wenig klettern, benötigen sie lediglich wenige Korkäste im Terrarium. Der Bodengrund sollte aus einer Mischung aus Terra‑Basis, Moos und Laub bestehen.

Klima und UV

UV‑Licht brauchen diese Tiere nicht, auch wenn sie aus Afrika stammen. Die Temperaturen in ihren Heimatgebieten liegen meist zwischen 22 °C und 28 °C, und etwa 26 °C haben sich in der Haltung bewährt. Sehr gut funktioniert eine Heizmatte, die unter einem Teil des Bodens angebracht wird. Gerade außerhalb des Sommers sind Terrarien unten oft zu kühl, sodass die Tiere oben warm und unten kalt sitzen würden. Mit einer thermostatisch geregelten Heizmatte bleibt das Klima konstant und energiesparend, da weniger Leistung über Lampen nötig ist. Für eine schöne, gleichmäßige Ausleuchtung eignet sich eine LED‑Leiste über die gesamte Terrarienbreite. Licht und Wärme sollten über eine Zeitschaltuhr gesteuert werden – 14 Stunden an, 10 Stunden aus.

Geckoworld Empfehlung

Mit zunehmender Terrariengröße ist eine Anpassung der Beleuchtung unverzichtbar. Dies umfasst sowohl eine höhere Leistungsstufe der Wärme‑ und UV‑Strahler als auch den Einsatz einer tarrarienlängengerechten Tageslichtlampe, um eine gleichmäßige Ausleuchtung sicherzustellen.

Ernährung

Der Riesentausendfüßer frisst vor allem pflanzliche Kost. Etwas Obst, Hundeflocken und das im Terrarium verrottende Laub sorgen für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Fütterung.

Sozialverhalten und Fortpflanzung

Die Haltung von Riesentausendfüßern ist in kleinen Gruppen problemlos möglich. Die Geschlechtsreife wird nach rund zwei Jahren erreicht. Die Kopulation erfolgt überwiegend im Herbst. Männliche Individuen sind anhand ihrer Gonopoden – modifizierte Beinpaare, die als Kopulationsorgane dienen – eindeutig bestimmbar. Die Paarung dauert typischerweise bis zu 30 Minuten. Die Eiablage erfolgt in selbst angelegten Substrathöhlen, wobei jedes Ei separat verkapselt wird. Die Embryonalentwicklung nimmt etwa zwei Monate in Anspruch, bevor die Juvenilen schlüpfen.

Sonstiges

Auf Tausendfüßern sitzen oft kleine Milben, die ihnen nichts anhaben und sogar dabei helfen, Schmutz zu entfernen. Wenn es einmal zu viele werden, reicht ein sanftes Abspülen unter lauwarmem Wasser völlig aus.

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