
Panthergecko
Paroedura picta
Verbreitung | Madagaskar (DNZ) |
Kopf-Rumpf Länge | bis ca. 7,5 cm |
Lebenserwartung | ca. 10 Jahre |
Haltung | Savannenterrarium |
Einrichtung | Bodengrund Sand oder Desert Bedding, Wärmelampe, Wurzeln |
Ernährung | Insekten |
Platzbedarf juvenil: | ca. 50x30x40 cm |
Platzbedarf adult: | ca. 80x40x50 cm |
Temperatur: | 25 - 35 Grad |
Luftfeuchte | 40 - 60 % |
Schutzstatus | Nicht geschützt |
Landesverdordnung | nicht relevant |
Panthergeckos – auch als Madagaskar‑Großkopfgeckos bekannt – stammen aus den trockenen Wäldern und Savannen im Süden und Südwesten Madagaskars. Die Weibchen bleiben in der Regel etwas kleiner als die Männchen. Typisch ist eine braune Grundfärbung mit dunklen Querbändern oder helleren Flecken, die dem Muster eines Panthers ähneln. Gelegentlich treten auch nahezu schwarze Farbvarianten mit hellen Binden auf, wenn auch eher selten. Manche Tiere zeigen zusätzlich einen hellen Rückenstreifen.
Charakteristisch ist der kräftige, im Verhältnis große Kopf, der der Art ihren deutschen Namen verleiht. Panthergeckos gelten als robuste und unkomplizierte Pfleglinge und zeigen vor allem in den Abend- und Nachtstunden eine hohe Aktivität.
Haltung
Für Panthergeckos ist vor allem eine großzügige Grundfläche wichtig, da sie überwiegend am Boden leben – auch wenn sie gelegentlich kurze Klettertouren unternehmen. Als Orientierung für die passende Terrariengröße dient die Kopf‑Rumpf‑Länge (KRL) des jeweiligen Tieres. Für noch nicht ausgewachsene Geckos lassen sich die Mindestmaße wie folgt ableiten:
- Grundfläche: vierfache × dreifache Kopf‑Rumpf‑Länge
- Höhe: vierfache Kopf‑Rumpf‑Länge
Berücksichtigen Sie dabei unbedingt, wie schnell das Tier in den kommenden Monaten wachsen wird, denn das Wachstum kann individuell stark variieren.
Für adulte Panthergeckos existieren in Deutschland zusätzlich offizielle Empfehlungen verschiedener Fachinstitutionen, die verbindliche Mindestgrößen für Terrarien festlegen.
Terrariengröße
Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.
Keine Angabe
Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz e.V.
Keine Angabe
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Keine Angabe
Einrichtung
Die Einrichtung eines Panthergecko-Terrariums sollte an eine trockene, wüstenähnliche Landschaft erinnern. Eine Kombination aus Sand, Steinen und Geröll, ergänzt durch Höhlen und etwas trockenes Wurzelholz, schafft nicht nur ein natürliches Ambiente, sondern bietet den Tieren auch wichtige Rückzugsmöglichkeiten. Jeder Gecko benötigt mindestens einen eigenen Unterschlupf.
Als Bodengrund eignen sich Terrariensand sowie mineralische Substrate wie Hobby Terrano Kalzium. Zusätzlich gibt es Grabesand und spezielle Höhlenmaterialien, die es den Tieren ermöglichen, eigene Gänge und Verstecke anzulegen, die stabil bleiben – ein Angebot, das Panthergeckos sehr gerne annehmen.
Einige Kunstpflanzen im Wüsten- oder Steppenstil lockern die Gestaltung auf und sind gleichzeitig hygienisch und pflegeleicht.
Eine „Wetbox“, gefüllt mit feuchtem Moos, dient den Tieren als beliebter Feuchtigkeitsplatz vor der Häutung.
Getrunken wird aus einer flachen Wasserschale.
Für die Gesundheit der Tiere ist es wichtig, Kot und Futterreste täglich zu entfernen.
Klima und UV
Panthergeckos stammen aus Madagaskar und sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Dennoch kommt es vor, dass sich diese sogenannten Goldpunktgeckos gelegentlich sonnen – ein UV‑Spot wird dann gern genutzt.
Da Reptilien wechselwarm sind, müssen im Terrarium die natürlichen Klimabedingungen ihres Lebensraums nachgebildet werden: passende Temperaturen, ausreichende Luftfeuchtigkeit und ein klarer Tag‑Nacht‑Rhythmus. Dies gelingt durch eine Kombination aus Heiz- und Lichtquellen sowie regelmäßiges Sprühen oder Beregnen. Ein Thermo‑/Hygrometer hilft, die Werte zuverlässig im Blick zu behalten.
Eine gute Versorgung mit UV‑B‑Licht ist entscheidend, damit Jungtiere gesund wachsen und erwachsene Tiere vital bleiben. Bewährt hat sich die JBL L‑U‑W Light, erhältlich in verschiedenen Wattstärken und in der Variante „Desert“. Sie liefert sichtbares Licht, Wärme sowie UVA/UVB in einem System.
Für ein stabiles Grundklima empfiehlt sich zusätzlich eine Heizmatte, die unter einem Teil des Terrarienbodens angebracht wird. Sie sorgt – ähnlich wie die aufgeheizten Böden in der Natur – für angenehme Wärme im Substrat. Gesteuert über ein Thermostat schaltet sie sich nur bei Bedarf zu, was nicht nur das Klima stabil hält, sondern auch Energie spart. Dadurch können Spotlampen mit geringerer Wattzahl betrieben werden und das gesamte Terrarium arbeitet effizienter.
Für eine harmonische und dekorative Ausleuchtung empfiehlt sich eine LED‑Leiste über die gesamte Terrarienbreite.
Alle Licht- und Wärmequellen sollten über eine Zeitschaltuhr gesteuert werden – idealerweise mit einem Tagesrhythmus von 14 Stunden Licht und 10 Stunden Dunkelheit.
Geckoworld Empfehlung
Wird ein Terrarium in größerem Format gewählt, muss auch die Beleuchtung entsprechend skaliert werden. Größere Volumen benötigen leistungsstärkere Wärme- und UV‑Lampen, und auch die Tageslichtbeleuchtung sollte in Länge und Intensität an die neuen Maße angepasst werden.
Ernährung
Panthergeckos sind geschickte und entschlossene Jäger. Sie verfolgen ihre Beute aufmerksam und packen im richtigen Moment präzise zu. Trotz ihrer eher kompakten Größe können sie erstaunlich große Futtertiere bewältigen.
Damit sie optimal versorgt sind, sollten Grillen, Heimchen, Heuschrecken und andere Insekten immer mit Vitamin- und Mineralstoffpulvern bestäubt werden. Nur so lassen sich schwere, teils irreversible Mangelerscheinungen verhindern, die besonders bei Jungtieren und trächtigen Weibchen auftreten können.
Achten Sie darauf, die Größe der Futtertiere an den Gecko anzupassen und nur so viele Insekten anzubieten, wie sofort gefressen werden. Bleiben Futtertiere im Terrarium zurück, verstecken sie sich, verlieren die aufgestäubten Nährstoffe – und es kommt trotz Futterangebot zu Unterversorgung und Mangelernährung.
Sozialverhalten und Fortpflanzung
In der Natur leben Panthergeckos überwiegend als Einzelgänger. Passend dazu besitzen die Weibchen die Fähigkeit zur Vorratsbefruchtung: Aus einer einzigen Paarung können sie mehrere Gelege entwickeln.
In ausreichend großen Terrarien ist jedoch auch eine Gruppenhaltung möglich – ein Männchen zusammen mit mehreren Weibchen. Wichtig ist dabei, dass jedem Tier ein eigener Rückzugsort zur Verfügung steht.
Weibchen bringen pro Jahr bis zu zwölf Gelege hervor, meist mit je zwei Eiern. Bei einer Inkubationstemperatur von 24–26 °C schlüpfen die Jungtiere nach etwa 100 Tagen. Für die Eiablage wird häufig die bereits erwähnte Wetbox genutzt, die mit leicht feuchtem Moos oder Erde gefüllt ist.
Sonstiges
Wie viele Geckoarten verwerten auch Panthergeckos ihre abgestreifte Haut direkt nach der Häutung wieder. Dieses Verhalten ist eine sinnvolle Anpassung an nährstoffarme Lebensräume und verhindert, dass wertvolle Ressourcen verloren gehen.
Für den Pfleger besonders angenehm: Panthergeckos wählen meist stets dieselbe Stelle im Terrarium als „Toilette“, was die Reinigung erheblich erleichtert.
Mit einer Mondlichtlampe lassen sich die Tiere in der Dämmerung oder nachts gut beobachten, ohne ihren natürlichen Rhythmus zu stören.