
Malaiische Gespenstschrecke
Heteropterix dilatata
Verbreitung | Malaysia, Sunda Inseln, Thailand (DNZ) |
Kopf-Rumpf Länge | bis ca. 17 cm |
Lebenserwartung | ca. 1,5 Jahre |
Pogona vitticepsHaltung | Hohes Terrarium |
Einrichtung | Bodengrund Terra Bark mit Basis gemischt, kleine Korkäste |
Ernährung | Efeu, Brombeerblätter |
Platzbedarf juvenil: | ab 30x30x40 cm |
Platzbedarf adult: | ab 30x30x40 cm |
Temperatur: | 20 - 30 Grad |
Luftfeuchte: | 60 % |
Schutzstatus: | nicht geschützt |
Landesverordnung | nicht relevant |
Diese beeindruckend kräftigen Stabschrecken sind auf den Sunda‑Inseln, im malaiischen Archipel sowie in Thailand beheimatet. Mit einem Gewicht von über 60 g zählen sie zu den schwersten bekannten Phasmiden.
Haltung
Da Stabschrecken bevorzugt direkt in den Futterzweigen sitzen, benötigen sie nur wenig Platz. Ein Terrarium von 30×30×40 cm reicht bereits aus. Wer mehr Raum für eine ansprechendere Gestaltung oder üppigere Futterzweige möchte, greift gerne zu einem größeren 45×45×60 cm.
Einrichtung
Für den Bodengrund empfiehlt sich eine Mischung aus lockerer, humoser Erde ohne Dünger und feiner Pinienrinde (bis 10 mm). Die Tiere nutzen Korkäste gerne als Kletteräste. Um die Bodenstruktur frisch zu halten, kann das Substrat gelegentlich mit einer gebogenen Pinzette sanft aufgelockert werden.
Klima und UV
Für diese aus Südostasien stammende Art ist keine UV‑Beleuchtung notwendig. Die natürlichen Temperaturen in ihren Herkunftsgebieten liegen zwischen 24 °C und 30 °C, wobei sich in der Haltung ein Wert von etwa 26 °C besonders bewährt. Sehr stabile und gut regulierbare Bedingungen entstehen, wenn ein Teil des Terrarienbodens mit einer Heizmatte temperiert wird. Da viele Terrarien außerhalb der warmen Jahreszeit im unteren Bereich zu kühl bleiben, verhindert eine thermostatgesteuerte Heizmatte zuverlässig, dass die Tiere oben warm und unten kalt sitzen.
Der Einsatz einer solchen Bodenheizung wirkt sich zudem positiv auf den Energieverbrauch aus: Spotlampen können mit geringerer Leistung betrieben werden, und das gesamte Terrarium arbeitet insgesamt effizienter. Für eine gleichmäßige und dekorative Ausleuchtung empfiehlt sich eine LED‑Leiste über die gesamte Terrarienbreite. Beleuchtung und Heizung sollten über eine Zeitschaltuhr im Tagesrhythmus laufen – etwa 14 Stunden Licht und 10 Stunden Dunkelheit.
Geckoworld Empfehlung
Ein größeres Terrarium erfordert in der Regel auch eine Anpassung der Beleuchtung. Häufig sind leistungsstärkere Wärme‑ und UV‑Quellen nötig, ergänzt durch eine längere Tageslichtlampe.
Ernährung
Ein gutes Bündel Brombeerblätter sorgt sofort für Begeisterung. Zwar werden auch andere Blattarten wie Efeu oder Eiche akzeptiert, doch Brombeere wird meist am schnellsten und mit großem Appetit gefressen.
Sozialverhalten und Fortpflanzung
Malaiische Gespenstschrecken können gut gemeinsam gehalten werden. Die Weibchen platzieren ihre relativ schweren Eier (bis zu 70 mg) einzeln im Substrat, wofür sie ihren Legestachel nutzen. Die Embryonalentwicklung ist lang und dauert 7 bis 12 Monate. Die Geschlechtsreife erreichen die Männchen nach der fünften, die Weibchen nach der sechsten Häutung – typischerweise nach ungefähr einem Jahr Lebenszeit.
Sonstiges
Männchen erreichen eine Länge von etwa 9 bis 13 cm, während Weibchen bis zu 17 cm groß werden. Nach der Reifehäutung besitzen die Tiere in der Regel noch eine Lebensspanne von rund einem Jahr.