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Madagaskar Taggecko

Phelsuma madagascariensis madagascariensis

Verbreitung
Madagaskar (DNZ)
Kopf-Rumpf Länge
bis ca. 14 cm
Lebenserwartung
ca. 20 Jahre
Haltung
Waldterrarium
Einrichtung
Bodengrund Terra Bark, Korkäste, Kunstpflanzen, Napf für Fruchtpaste, UV
Ernährung
Insekten
Platzbedarf juvenil:
ca. 50x30x40 cm
Platzbedarf adult:
ca. 100x60x120 c
Temperatur:
25 - 35 Grad
Luftfeuchte
65 - 75 %
Schutzstatus
WA II MELDEPFLICHT

Landesverdordnung

nicht relevant

Die Nominatform des Madagaskar-Taggeckos ist ein kräftig gebauter Vertreter seiner Art und erreicht eine Kopf‑Rumpf‑Länge von bis zu etwa 14 cm. Sein leuchtend grünes Grundkleid wird von dunkelroten Flecken auf Rücken und Kopf durchzogen. Besonders charakteristisch ist der rote Streifen, der vom Nasenloch über das Auge bis zur Schläfe verläuft – fast wie eine kleine Zorro-Maske. Bei Stress oder Erschrecken kann dieser Gecko seine Färbung innerhalb kürzester Zeit deutlich abdunkeln.

Seine Heimat liegt an der Ostküste Madagaskars, wo er häufig als Kulturfolger in der Nähe des Menschen lebt. Dort begegnet man ihm an Hüttenwänden, auf Dächern oder zwischen den Pflanzen von Bananenplantagen.

Da Taggeckos keine Augenlider besitzen, wirken ihre runden „Knopfaugen“ besonders ausdrucksstark. Sie reinigen diese regelmäßig mit der eigenen Zunge – ähnlich wie jemand, der eine Brille putzt, nur eben ohne Hände.

Bei artgerechter Haltung sind Taggeckos äußerst dankbare Pfleglinge, die ihren Haltern viel Freude bereiten. Voraussetzung dafür ist, dass ihre spezifischen Bedürfnisse erfüllt werden. Im Folgenden finden Sie wichtige Hinweise, die für eine erfolgreiche und tiergerechte Pflege im Terrarium entscheidend sind – stets mit dem Wohl des Tieres im Mittelpunkt.

Haltung

Für Madagaskar-Taggeckos ist ein hohes Terrarium unverzichtbar, da alle Arten dieser Gattung echte Baumbewohner sind und vor allem die oberen Bereiche nutzen. Als Orientierung für die passende Terrariengröße dient die Kopf‑Rumpf‑Länge (KRL) des Tieres. Für noch nicht ausgewachsene Tiere lassen sich die Mindestmaße wie folgt ableiten:

  • Grundfläche: vierfache × dreifache Kopf‑Rumpf‑Länge
  • Höhe: vierfache Kopf‑Rumpf‑Länge

Berücksichtigen Sie dabei unbedingt, wie schnell das Tier in den kommenden Monaten wachsen wird – je nach Individuum kann das Wachstum sehr unterschiedlich ausfallen.
Für adulte Taggeckos existieren in Deutschland zusätzlich offizielle Empfehlungen verschiedener Fachinstitutionen, die verbindliche Mindestgrößen für Terrarien festlegen.

Terrariengröße

Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.

Keine Angabe

Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz e.V.

100 x 60 x 120 cm (für 1-2 Tiere)

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

100 x 60 x 120 cm (für 1-2 Tiere)

Einrichtung

Madagaskar-Taggeckos sind ausgesprochene Kletterkünstler und nutzen fast ausschließlich die höheren Bereiche des Terrariums. Entsprechend sollte die Einrichtung viele strukturreiche Elemente bieten: Korkäste, Korkröhren und Bambusrohre schaffen attraktive Lauf- und Ruheflächen und ermöglichen zudem einen optimal platzierten Sonnenplatz unter dem UV‑Spot. Dafür wird ein Ast oder eine Wurzel so angebracht, dass im Lichtkegel die passende Temperatur entsteht. Auch senkrechte Kletterstrukturen werden sehr gern angenommen.

Eine üppige Bepflanzung sorgt für Deckung und ein natürliches Ambiente. Kunstpflanzen sind dabei besonders praktisch, da sie sich leicht reinigen lassen und hygienisch bleiben.

Als Bodengrund eignen sich Rindeneinstreu („Bark“) oder Terrarienerde. Ergänzende Moospolster wirken nicht nur dekorativ, sondern helfen auch, die Luftfeuchtigkeit zu stabilisieren.
Für die Gesundheit der Tiere ist es wichtig, Kot und Futterreste täglich zu entfernen.

Klima und UV

Madagaskar-Taggeckos stammen aus tropischen Lebensräumen, in denen Wärme und Feuchtigkeit eine zentrale Rolle spielen. Diese Bedingungen müssen im Terrarium möglichst realistisch nachgebildet werden. Dazu gehören passende Temperaturen, eine ausreichende Luftfeuchtigkeit sowie regelmäßiges Sprühen oder Beregnen. Ein Thermo‑/Hygrometer ist unverzichtbar, um diese Werte zuverlässig zu überwachen.

Taggeckos verfügen über eine außergewöhnlich gute Sehschärfe und sind auf intensive Beleuchtung angewiesen. Eine helle, gleichmäßige Ausleuchtung des Terrariums ist daher Pflicht. Zusätzlich benötigen sie einen Sonnenplatz, der durch eine Spotlampe mit Licht, Wärme und UV‑Strahlung erzeugt wird. Hochwertige Leuchtmittel sind hier entscheidend, da nur sie dem natürlichen Sonnenlicht nahekommen.
Da Taggeckos Farben auch im UV‑Spektrum wahrnehmen, können sie ihre Umgebung ohne UV‑Licht nicht vollständig erkennen. Gleichzeitig ist UV‑B notwendig, um ausreichend Vitamin D3 zu bilden – wichtig für das Wachstum junger Tiere und für die Vitalität sowie Farbintensität erwachsener Tiere.

Sehr bewährt hat sich die JBL L‑U‑W Light, erhältlich in verschiedenen Wattstärken und in den Varianten „Desert“ und „Jungle“. Sie vereint sichtbares Licht, Wärme sowie UVA/UVB in einem System.

Für ein stabiles Grundklima empfiehlt sich zusätzlich eine Heizmatte, die unter einem Teil des Terrarienbodens angebracht wird. Auch wenn Taggeckos den Boden nicht aktiv zur Wärmeregulation nutzen, sorgt die Matte dafür, dass die Grundtemperatur des Hochterrariums stabil bleibt. Gerade hohe Terrarien kühlen in den unteren Bereichen schnell aus – die Tiere hätten sonst einen warmen Rücken, aber einen kalten Bauch.
Die Heizmatte sollte über ein Thermostat gesteuert werden, damit sie sich nur bei Bedarf einschaltet. Das sorgt nicht nur für konstante Bedingungen, sondern ist auch energieeffizient, da insgesamt weniger Leistung bei den Spotlampen benötigt wird.

Für eine harmonische, dekorative Ausleuchtung des gesamten Terrariums empfiehlt sich zusätzlich eine LED‑Leiste über die gesamte Breite.
Alle Licht- und Wärmequellen sollten über eine Zeitschaltuhr gesteuert werden – idealerweise mit einem Tagesrhythmus von 14 Stunden Licht und 10 Stunden Dunkelheit.

Geckoworld Empfehlung

Bei größeren Terrarien muss die Beleuchtung entsprechend leistungsstärker ausfallen. Sowohl Wärme- und UV‑Lampen benötigen dann oft eine höhere Wattstufe, als auch die Tageslichtbeleuchtung, die in Länge und Helligkeit an das größere Terrarienmaß angepasst werden sollte.

Ernährung

Madagaskar-Taggeckos sind äußerst flinke und präzise Jäger. Ihre Futterinsekten – etwa Grillen, Heimchen oder Heuschrecken – sollten grundsätzlich mit Vitamin- und Mineralstoffpulvern bestäubt werden. Nur so lässt sich verhindern, dass es besonders bei Jungtieren oder trächtigen Weibchen zu schweren, teils irreversiblen Mangelerscheinungen kommt.
Achten Sie darauf, die Größe der Futtertiere an den Gecko anzupassen und nur so viele Insekten zu verfüttern, wie unmittelbar gefressen werden. Bleiben sie länger im Terrarium, verstecken sie sich, verlieren die aufgestäubten Nährstoffe – und es kommt trotz Futterangebot zu Unterversorgung.

In der Natur nehmen Taggeckos zusätzlich überreife Früchte und Nektar auf. Eine praktische Alternative im Terrarium sind die „Exoterra Day Gecko Food“-Cups, die einen passenden Fruchtbrei enthalten. Diese sollten nicht am Boden, sondern in erhöhter Position in speziellen Cup Holdern angeboten werden, wo die Tiere sie gut erreichen.

Sozialverhalten und Fortpflanzung

Schwarzstreifen-Taggeckos lassen sich sowohl einzeln als auch als Paar oder in einer Gruppe mit einem Männchen und mehreren Weibchen halten. Mehrere Männchen zusammen funktionieren jedoch nicht, da sie grundsätzlich unverträglich sind.

Die Weibchen der Phelsuma-Arten produzieren etwa alle 28 Tage ein bis zwei Eier, insgesamt bis zu fünf Gelege pro Jahr. Bei einigen Arten werden die Eier fest an den Untergrund geklebt. Sie härten an der Luft rasch aus, und die sogenannten „Eikleber-Arten“ setzen häufig zwei miteinander verbundene Eier ab. Bevorzugt nutzen sie dafür kleine Hohlräume, wie sie in Bambus- oder Korkröhren vorkommen.
Nach einer Inkubationszeit von 42 bis 70 Tagen schlüpfen schließlich die Jungtiere.

Sonstiges

Taggeckos verfügen über hochspezialisierte Haftlamellen an ihren Zehen, die es ihnen ermöglichen, selbst auf völlig glatten Oberflächen sicher zu laufen – sogar kopfüber an Glasscheiben. Ihre Haftkraft beruht auf echter „Gecko‑Physik“: Milliarden mikroskopisch feiner Härchen an den Füßen nutzen Adhäsionskräfte, genauer gesagt die Van‑der‑Waals‑ und elektrostatischen Kräfte, um sich förmlich an der Oberfläche festzuhalten.

Seitlich am Hinterkopf tragen die Tiere kleine Kalkspeicher, die bei Weibchen eine wichtige Rolle spielen: Sie dienen der Einlagerung von Kalzium, das später für die Bildung der Eierschalen benötigt wird.

In der Natur besitzen Taggeckos zudem beeindruckende Fluchtmechanismen. Bei Gefahr können sie ihren Schwanz abwerfen oder durch eine sogenannte Schreckhäutung einen Teil der Haut verlieren, wenn ein Fressfeind sie packt. Beides ermöglicht ihnen die schnelle Flucht – und sowohl Schwanz als auch Haut wachsen später wieder nach.

Produkte

Terrarium + Ausstattung

Terrarium (der Tiergröße angepasst)
Exoterra Compact Top
Exoterra UVB 200
JBL LUW Jungle
Universal Vorschaltgerät
Lucky Reptile Lampenschirm
Exoterra Light Bracket Holder
JBL Terra Basis & JBL Terra Bark 10-20 mm
Wassernapf
Hygrometer & Thermoter
Sprühflasche
Hobby Bambus

Ernährung

Nekton Rep
Nekton MSA
Futtertiere: Grillen, Heimchen, Heuschrecken

Optional

Zeitschaltuhr
Pinzette
Tronchos (Korkäste)
Kunstpflanzen
Exoterra Day Gecko Food
Exoterra Cup Holder

Bilder des Madagaskar Taggeckos

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Jungtiere eines
Madagaskar Taggeckos

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