
Kongo Rosenkäfer
Pachnoda marginata peregrina
Verbreitung | Afrika (DNZ) |
Kopf-Rumpf Länge | bis ca. 20 cm |
Lebenserwartung | ca. 5 Jahre |
Pogona vitticepsHaltung | Waldterrarium |
Einrichtung | Bodengrund Terra Basis, kleine Korkäste, Sepiaschale |
Ernährung | Obst, Gemüse |
Platzbedarf juvenil: | ca. 30x30x40 cm |
Platzbedarf adult: | ca. 100x40x50 cm |
Temperatur: | 24 - 27 Grad |
Luftfeuchte: | 60 - 70 % |
Schutzstatus: | nicht geschützt |
Landesverordnung | nicht relevant |
Kongo-Rosenkäfer gelten als besonders unkomplizierte Art und eignen sich daher hervorragend für den Einstieg in die Käferhaltung. Sowohl ihre Pflege als auch ihre Nachzucht bereiten in der Regel wenig Schwierigkeiten. Die Art tritt in mehreren Unterformen auf, die sich vor allem durch ihre charakteristische Zeichnung gut voneinander unterscheiden lassen.
Haltung
Kongo-Rosenkäfer gehören zu den aktiveren Arten und nutzen ihre Flugfähigkeit regelmäßig. Entsprechend sollte ihr Terrarium genügend Bewegungsraum bieten. Für eine kleine Gruppe hat sich ein Becken mit etwa 50 × 30 × 40 cm als geeignete Mindestgröße bewährt.
Einrichtung
Ein geeigneter Bodengrund besteht aus lockerer, leicht humoser Erde ohne Düngerzusatz. Vermischt mit Pinienrinde (Terra Bark bis 10 mm) entsteht ein luftiges Substrat, das den Bedürfnissen der Tiere gut entspricht. Eine Schichthöhe von etwa 10 cm ist ideal.
Korkäste werden gerne als Kletterstrukturen genutzt und bieten zusätzliche Bewegungsmöglichkeiten. Kunstpflanzen eignen sich gut zur Dekoration, nicht zuletzt aus hygienischen Gründen.
Damit der Bodengrund locker bleibt, kann das Substrat gelegentlich mit einer gebogenen Pinzette vorsichtig aufgelockert werden.
Klima und UV
Kongo-Rosenkäfer stammen aus verschiedenen Regionen Afrikas. Trotz dieser Herkunft benötigen sie keine UV-Versorgung. Die natürlichen Temperaturbereiche ihrer Lebensräume liegen zwischen 20 °C und 28 °C, wobei sich für die Haltung im Terrarium ein Wert um etwa 25 °C besonders bewährt.
Ein stabiles, gut regulierbares Klima lässt sich am einfachsten durch eine Heizmatte erreichen, die unter einem Teil des Bodens angebracht wird. Viele Terrarien kühlen außerhalb der Sommermonate im unteren Bereich zu stark ab, wodurch die Tiere oben warm und unten kalt sitzen würden. Eine über Thermostat gesteuerte Heizmatte verhindert dieses Temperaturgefälle zuverlässig, da sie sich nur dann einschaltet, wenn zusätzliche Wärme benötigt wird. Das spart Energie und reduziert den Bedarf an leistungsstarken Spotlampen.
Für eine gleichmäßige und dekorative Ausleuchtung empfiehlt sich eine LED-Leiste über die gesamte Terrarienbreite. Beleuchtung und Heizung sollten über eine Zeitschaltuhr in einem festen Tagesrhythmus laufen: 14 Stunden an, 10 Stunden aus.
Geckoworld Empfehlung
Größere Terrarien erfordern eine angepasste Licht- und Wärmeausstattung. Damit alle Bereiche zuverlässig erreicht werden, sollten sowohl die Wärme- und UV-Lampen in einer höheren Leistung gewählt als auch die Tageslichtbeleuchtung der Terrarienlänge entsprechend dimensioniert werden.
Ernährung
Kongo-Rosenkäfer nehmen eine Vielzahl an weichen, süßen Früchten gerne an. Besonders beliebt sind Bananen und Mangos, die sie meist zuerst ansteuern. Eine praktische Ergänzung stellen sogenannte Beetle Jellys dar: vorgefertigte Futtergelees in kleinen Cups, die bereits mit Vitaminen und Spurenelementen angereichert sind und von den Tieren sehr gut akzeptiert werden.
Sozialverhalten und Fortpflanzung
Kongo-Rosenkäfer lassen sich problemlos in größeren Gruppen pflegen. Die Unterscheidung der Geschlechter ist vergleichsweise einfach: Auf der Bauchseite zeigt das Männchen eine markante Längskerbe, die beim Weibchen nicht vorhanden ist.
Nach der Paarung legt ein Weibchen bis zu 170 Eier ab. Die daraus entstehenden Larven schlüpfen nach etwa drei bis vier Wochen und ernähren sich anschließend von weißfaulem Holz. Rund drei Monate später erfolgt die Verpuppung. Nach weiteren sechs bis acht Wochen schlüpft schließlich der vollständig entwickelte Käfer.
Sonstiges
Der harte Chitinpanzer der Käfer macht es schwierig, ihren Gesundheitszustand von außen einzuschätzen. Umso wichtiger ist eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit und jederzeit verfügbare Trinkmöglichkeiten. Fehlt es an Wasser, trocknen Käfer sehr schnell aus – Dehydrierung gehört zu den häufigsten Haltungsfehlern. Besonders beim Einsatz von Wärmelampen steigt das Risiko, da die Tiere unter solchen Bedingungen rasch austrocknen können.
Bilder von Kongo Rosenkäfer

Gruppe von Kongo Rosenkäfern
frisst ein Stück Banane