
Grüne Gottesanbeterin
Titanodula grandis
Verbreitung | Indien (DNZ) |
Kopf-Rumpf Länge | bis ca. 10 cm |
Lebenserwartung | ca. 8 Monate |
Pogona vitticepsHaltung | Hohes Terrarium |
Einrichtung | Bodengrund Terra Bark mit Basis gemischt, kleine Korkäste |
Ernährung | Insekten |
Platzbedarf juvenil: | ab 30x30x30 cm |
Platzbedarf adult: | ab 30x30x30 cm |
Temperatur: | 24 - 30 Grad |
Luftfeuchte: | 60 - 70 % |
Schutzstatus: | nicht geschützt |
Landesverordnung | nicht relevant |
Ursprünglich stammt die grüne Gottesanbeterin überwiegend aus Indien, was ihr den geläufigen Trivialnamen Indische Gottesanbeterin eingebracht hat
Haltung
Weil die Tiere Einzelgänger sind, brauchen sie nur wenig Raum. Ein Terrarium in der Größe 30×30×30 cm deckt die Haltung gut ab. Wer mehr Gestaltungsmöglichkeiten möchte, greift oft zu einer größeren Variante.
Einrichtung
Als Untergrund bietet sich ungedüngte, leicht humose Erde an, die mit etwas Pinienrinde kombiniert wird. Die Tiere nutzen Korkäste bereitwillig zum Klettern und sitzen häufig auf kleinen Kunstpflanzen. Um das Substrat zu lockern, kann man es behutsam mit einer gebogenen Pinzette durcharbeiten.
Klima und UV
Auch wenn diese Art aus Indien stammt, benötigt sie keine UV‑Beleuchtung. Die natürlichen Temperaturen in ihrem Verbreitungsgebiet liegen zwischen 24 °C und 30 °C, wobei sich ein Wert um 26 °C in der Haltung besonders bewährt. Sehr stabile Bedingungen lassen sich erzielen, wenn ein Teil des Terrarienbodens mit einer Heizmatte temperiert wird. Gerade außerhalb der warmen Jahreszeit ist der untere Bereich vieler Terrarien zu kühl, sodass die Tiere oben warm und unten kalt sitzen würden. Eine über Thermostat gesteuerte Heizmatte gleicht diese Schwankungen zuverlässig aus, da sie nur dann aktiviert wird, wenn zusätzliche Wärme nötig ist.
Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist der geringere Energieverbrauch: Terrarien, die so beheizt werden, benötigen meist weniger Leistung bei den Spotlampen und kommen insgesamt sparsamer mit Energie aus. Für eine gleichmäßige und dekorative Ausleuchtung empfiehlt sich eine LED‑Leiste über die gesamte Terrarienbreite. Beleuchtung und Heizung sollten über eine Zeitschaltuhr im Tagesrhythmus laufen – etwa 14 Stunden Licht und 10 Stunden Dunkelheit.
Geckoworld Empfehlung
Ein größeres Terrarium erfordert in der Regel auch eine Anpassung der Beleuchtung. Häufig sind leistungsstärkere Wärme‑ und UV‑Quellen nötig, ergänzt durch eine längere Tageslichtlampe.
Ernährung
Diese grüne Gottesanbeterin nimmt nahezu jede Beute an, die sie mit ihren Fangarmen greifen kann. Besonders beliebt sind Heimchen und kleinere Heuschrecken. Größere Heuschrecken sollten vermieden werden, da ihre kräftigen Hinterbeine Verletzungen verursachen können.
Sozialverhalten und Fortpflanzung
Sobald die Duftstoffe des Weibchens ein Männchen herbeigelockt haben, bleibt ihm nur, unauffällig auf ihren Rücken zu gelangen, um nicht gefressen zu werden. Die Paarung selbst kann viele Stunden dauern. Häufig wird das Männchen anschließend verspeist. Rund 14 Tage nach der Häutung produziert das Weibchen in regelmäßigen Abständen von etwa zwölf Tagen mehrere Ootheken.
Sonstiges
Männchen haben meist nur eine Lebensspanne von etwas mehr als acht Monaten, während Weibchen bis zu einem Jahr alt werden können.