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Gelbkopf Zwerggecko

Lygodactylus picturatus

Verbreitung
Tansania (DNZ)
Kopf-Rumpf Länge
bis ca. 4 cm
Lebenserwartung
ca. 5 Jahre
Haltung
Trockenwaldterrarium
Einrichtung
Bodengrund Terra Bark, Korkäste, Wurzeln, Kunstpflanzen, Fogger
Ernährung
Insekten
Platzbedarf juvenil:
ca. 30x30x45 cm
Platzbedarf adult:
ca. 50x30x40 cm
Temperatur:
25 - 28 Grad, lokal bis 40 Grad
Luftfeuchte
60%
Schutzstatus
Nicht geschützt

Landesverdordnung

nicht relevant

Der Gelbkopf Zwerggecko stammt aus Ostafrika – insbesondere aus Sudan, Somalia, Tansania und Kenia – und bewohnt dort vor allem Küstengebiete und feuchte Waldregionen. Männchen zeigen eine hell blaugraue Grundfarbe mit grauen Streifen von den Schultern bis zum Schwanz sowie einen leuchtend gelben Kopf. Weibchen hingegen sind meist beigebraun gefärbt und tragen helle und dunkle Flecken sowie mehrere Streifen entlang des Körpers.

Mit einer maximalen Länge von rund 9 cm bleiben sie sehr klein, sind jedoch ausgesprochen aktiv und aufmerksam. Da ihnen Augenlider fehlen, besitzen ihre runden „Knopfaugen“ einen ganz besonderen Charme. Sie reinigen diese regelmäßig mit der eigenen Zunge – ähnlich wie das Putzen einer Brille, nur eben völlig freihändig. Die Lebenserwartung dieser Art liegt bei etwa 5 bis 8 Jahren.

Haltung

Das Terrarium für den Electric Blue Zwerggecko sollte stets ausreichend hoch sein, da alle Arten dieser Gattung ausgeprägte Baumbewohner sind. Für die Wahl der passenden Terrariengröße empfiehlt es sich, die Kopf‑Rumpf‑Länge (KRL) des Tieres als Maßstab zu verwenden. Für noch nicht ausgewachsene Tiere gilt folgende Berechnungsgrundlage:

  • Terrarien‑Grundfläche: vierfache × dreifache Kopf‑Rumpf‑Länge
  • Terrarienhöhe: vierfache Kopf‑Rumpf‑Länge

Berücksichtigen Sie dabei unbedingt das Wachstum des Tieres in den kommenden Monaten – je nachdem, ob es sich um ein schnell oder langsam wachsendes Individuum handelt. Für adulte Tiere existieren in Deutschland verschiedene, von Fachinstitutionen veröffentlichte Richtlinien zur Mindestgröße von Terrarien.

Terrariengröße

Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.

Keine Angabe

Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz e.V.

6fache x 6fache x 8fache KRL (für 2 Tiere)

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

6fache x 6fache x 8fache KRL (für 2 Tiere)

Einrichtung

Als ausgesprochene Kletterkünstler halten sich Gelbkopf-Zwerggeckos fast ausschließlich in den oberen Bereichen des Terrariums auf – am Boden sieht man sie so gut wie nie. Eine abwechslungsreiche Struktur aus Korkästen, Korkröhren oder Bambusrohren bietet ihnen attraktive Lauf- und Ruheflächen und wirkt zugleich dekorativ. Auch der Sonnenplatz unter dem UV-Spot sollte über einen passend positionierten Ast oder eine Wurzel erreichbar sein, sodass dort die optimale Temperatur entsteht. Senkrechte Klettermöglichkeiten werden ebenfalls gerne genutzt.

Das Terrarium darf zudem reich bepflanzt sein. Kunstpflanzen sind dabei besonders praktisch, da sie sich leicht reinigen lassen und dauerhaft ansprechend aussehen.

Als Bodengrund eignen sich Rindeneinstreu („Bark“) oder spezielle Terrarienerde. Einige Moospolster sorgen für eine natürliche Optik und helfen, die Luftfeuchtigkeit zu stabilisieren. Kot und Futterreste sollten täglich entfernt werden, um Hygiene und Tiergesundheit sicherzustellen.

Klima und UV

Für Gelbkopf-Zwerggeckos ist ein tropisches Klima unverzichtbar, denn in ihrer natürlichen Umgebung leben sie in warmen, feuchten Habitaten. Da Reptilien wechselwarm sind, müssen Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Terrarium möglichst genau an diese Bedingungen angepasst werden. Dies gelingt durch eine Kombination aus Heiz- und Lichtquellen sowie regelmäßiges Sprühen oder Beregnen. Ein Thermo-/Hygrometer ermöglicht die zuverlässige Kontrolle aller relevanten Werte.

Gelbkopf-Zwerggeckos verfügen über eine hervorragende Sehschärfe und sind auf eine intensive Beleuchtung angewiesen. Eine gute Ausleuchtung des Terrariums ist daher Pflicht. Zusätzlich benötigen sie einen Sonnenplatz, der durch eine Spotlampe erzeugt wird und Licht, Wärme und UV-Strahlung liefert. Hochwertige UV-Lampen sind hier besonders wichtig, da nur sie dem natürlichen Sonnenlicht nahekommen. Taggeckos können Farben im UV-Bereich sehen – ohne entsprechende Beleuchtung wäre ihre Wahrnehmung eingeschränkt. Außerdem ist UV‑B‑Licht entscheidend für die Bildung von Vitamin D3, das für das Wachstum junger Tiere und die Gesundheit sowie Farbintensität adulter Tiere unerlässlich ist.

Empfehlenswert ist die JBL L‑U‑W Light, erhältlich in verschiedenen Wattstärken und in den Varianten „Desert“ und „Jungle“. Sie vereint Licht, Wärme und UVA/UVB in einer einzigen Lampe.

Ein besonders stabiles und gut steuerbares Klima erreichen Sie durch den Einsatz einer Heizmatte, die unter einem Teil des Terrarienbodens angebracht wird. Zwar nutzen Taggeckos den Boden nicht zur Wärmeregulation, doch sorgt die Heizmatte für eine angenehme Grundtemperatur im gesamten Hochterrarium – dessen Bauweise einem Schornstein ähnelt. Gerade außerhalb des Sommers kühlen die unteren Bereiche solcher Terrarien oft zu stark aus, sodass die Tiere einen warmen Rücken, aber einen kalten Bauch haben. Die Heizmatte sollte daher über ein Thermostat geregelt werden, das automatisch für konstante Bedingungen sorgt.

Ein weiterer Vorteil dieser Technik ist der reduzierte Energieverbrauch: Terrarien, die so betrieben werden, benötigen meist weniger Watt bei den Spotlampen und insgesamt weniger Energie. Wir beraten Sie hierzu gern.

Für eine gleichmäßige Ausleuchtung und eine ansprechende Optik im Wohnraum empfiehlt sich zusätzlich eine LED-Beleuchtung über die gesamte Terrarienbreite. Alle Licht- und Wärmequellen sollten über eine Zeitschaltuhr gesteuert werden – idealerweise mit einem Tagesrhythmus von 14 Stunden Licht und 10 Stunden Dunkelheit.

Geckoworld Empfehlung

Wird ein größeres Terrarium gewählt, müssen die Licht- und Wärmebedingungen entsprechend mitwachsen. Das umfasst häufig stärkere Wärme- und UV-Lampen sowie eine Tageslichtleuchte, deren Länge auf die neue Terrariengröße abgestimmt ist.

Ernährung

Beim Fressen zeigen Gelbkopf-Zwerggeckos ihre ganze Agilität: Sie sind äußerst schnelle und präzise Jäger. Futterinsekten wie Grillen, Heimchen oder kleine Heuschrecken sollten grundsätzlich mit Vitamin- und Mineralstoffmischungen bestäubt werden. Nur so lässt sich ein Nährstoffmangel verhindern, der besonders bei Jungtieren und trächtigen Weibchen schnell zu schweren Erkrankungen bis hin zum Tod führen kann.

Achten Sie darauf, die Größe der Futtertiere an die Körpergröße des Geckos anzupassen und immer nur so viele Insekten anzubieten, wie direkt gefressen werden. Bleiben Futtertiere im Terrarium zurück, verstecken sie sich, reiben die aufgestäubten Nährstoffe ab – und die Tiere würden trotz Futterangebot unterversorgt bleiben.

Zusätzlich nehmen Electric Blue Zwerggeckos in der Natur gerne überreife Früchte und Nektar auf. Mit dem „Exoterra Day Gecko Food“ stehen praktische, fertig portionierte Cups zur Verfügung. Diese werden nicht am Boden, sondern in erhöhter Position in sogenannten Cup Holdern dauerhaft angeboten.

Sozialverhalten und Fortpflanzung

In der Haltung zeigen Gelbkopf-Zwerggeckos eine klare Sozialstruktur: Sie können problemlos als Paar oder in einer Gruppe mit einem Männchen und mehreren Weibchen gepflegt werden. Mehrere Männchen zusammen funktionieren jedoch nicht, da sie untereinander stets unverträglich sind.

Bei der Eiablage bevorzugen die Weibchen Blattachseln, Bambusröhren sowie schmale Spalten und Ritzen in der Terrariendekoration. Werden die Eier bei 27 °C inkubiert, schlüpfen die Jungtiere nach etwa 45 Tagen – und sind mit 22–28 mm zunächst winzig kleine, aber äußerst flinke Nachkommen.

Sonstiges

Gelbkopf-Zwerggeckos sind wahre Kletterakrobaten: Dank ihrer hochentwickelten Haftlamellen an den Zehen bewegen sie sich mühelos selbst auf spiegelglatten Oberflächen – und können sogar kopfüber am Glas haften. Ihre Haftkraft basiert auf echter Naturphysik: Milliarden mikroskopisch feiner Härchen an den Füßen nutzen Van‑der‑Waals‑ und elektrostatische Kräfte, ein Prinzip, das als Adhäsion bekannt ist.

Seitlich am Hinterkopf besitzen die Tiere kleine „Kalksäckchen“, die vor allem den Weibchen als Kalziumspeicher für die bevorstehende Eibildung dienen.

In der Natur schützen sich Gelbkopf-Zwerggeckos durch zwei bemerkenswerte Abwehrmechanismen: das Abwerfen des Schwanzes und die sogenannte Schreckhäutung. Wird ein Tier am Körper gepackt, kann sich die Haut an dieser Stelle lösen, sodass der Gecko entkommt. Sowohl Schwanz als auch Haut regenerieren anschließend vollständig.

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