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Gargoyle Gecko

Rhacodactylus auriculatus

Verbreitung
Neukaledonien (DNZ)
Kopf-Rumpf Länge
bis ca. 11 cm
Lebenserwartung
ca. 20 Jahre
Haltung
Waldterrarium
Einrichtung
Bodengrund Terra Bark, Korkäste, Kunstpflanzen, Wärmelampe
Ernährung
Insekten
Platzbedarf juvenil:
ca. 50x30x40 cm
Platzbedarf adult:
ca. 60x60x80 cm
Temperatur:
25 - 28 Grad
Luftfeuchte
60 - 80%
Schutzstatus
Nicht geschützt

Landesverdordnung

nicht relevant

In den strauch- und baumbewachsenen Regionen des südlichen Neukaledoniens lebt einer der markantesten Geckoarten: der Gargoyle Gecko. Diese robuste und pflegeleichte Art erreicht eine Größe von bis zu 20 cm und kann beeindruckende 20 Jahre alt werden.

Ihr Erscheinungsbild ist äußerst variabel. Viele Tiere zeigen braungraue oder beige Grundfarben mit wellenförmigen Querstreifen, während andere eine Netzzeichnung oder eine rötliche bzw. braune Längsstreifung vom Kopf bis zur Schwanzspitze tragen. Charakteristisch – und namensgebend – sind die beiden kleinen Höcker über den Augen, die ihnen den deutschen Namen „Höckerkopfgecko“ eingebracht haben

Haltung

ür Gargoyle Geckos sollte das Terrarium ausreichend hoch gebaut sein. Zwar leben sie überwiegend in Bäumen und Sträuchern, gehen jedoch auch regelmäßig am Boden auf die Jagd. Als Orientierung für die passende Terrariengröße empfiehlt es sich, die Kopf-Rumpf-Länge (KRL) des Tieres zugrunde zu legen. Für noch nicht ausgewachsene Tiere gilt folgende Berechnungsformel:

  • Terrarien-Grundfläche: vierfache × dreifache Kopf-Rumpf-Länge
  • Terrarienhöhe: vierfache Kopf-Rumpf-Länge

Berücksichtigen Sie dabei stets das Wachstum des Tieres in den kommenden Monaten – je nachdem, ob es sich um ein schnell oder langsam wachsendes Individuum handelt. Für adulte Tiere existieren in Deutschland verschiedene, von Fachinstitutionen veröffentlichte Richtlinien zur Mindestgröße von Terrarien.

Terrariengröße

Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.

Keine Angabe

Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz e.V.

6fache x 6fache x 8fache KRL (für 2 Tiere, jedes weitere 15% mehr)

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

6fache x 6fache x 8fache KRL (für 2 Tiere, jedes weitere 15% mehr)

Einrichtung

Gargoyle Geckos sind hervorragende Kletterer und benötigen daher eine abwechslungsreiche Struktur aus Korkästen, Korkröhren und weiteren Klettermöglichkeiten. Auch Bambusrohre eignen sich sehr gut: Sie wirken dekorativ und bieten zusätzliche Lauf- und Ruheflächen – einschließlich des beliebten Wärmeplatzes unter dem Spot. Platzieren Sie dafür einen Ast oder eine Wurzel in passendem Abstand zur Lichtquelle, sodass an dieser Stelle die optimale Temperatur entsteht. Senkrechte Kletterelemente sollten ebenfalls nicht fehlen.

Das Terrarium sollte zudem reich bepflanzt sein. Kunstpflanzen sind hier besonders praktisch, da sie sich leicht reinigen lassen und dauerhaft ansprechend aussehen.

Als Bodengrund eignen sich Rindeneinstreu („Bark“) oder spezielle Terrarienerde. Einige Moospolster sorgen für eine natürliche Optik und helfen, die Luftfeuchtigkeit zu stabilisieren. Kot und Futterreste sollten täglich entfernt werden, um Hygiene und Tiergesundheit sicherzustellen.

Klima und UV

Gargoyle Geckos stammen aus Neukaledonien.
Trotz ihrer überwiegend dämmerungs- und nachtaktiven Lebensweise suchen sie gelegentlich aktiv Sonnenplätze auf – ein UV-Spot wird dann gern genutzt. Eine ausreichende Versorgung mit UV‑B‑Licht ist zudem unverzichtbar, da nur so genügend Vitamin D3 gebildet wird. Dieses ist entscheidend für ein gesundes Wachstum der Jungtiere und für die Vitalität sowie Farbintensität ausgewachsener Tiere. Bewährt hat sich hier die JBL L‑U‑W Light, erhältlich in verschiedenen Wattstärken und in der Variante „Jungle“. Sie vereint Licht, Wärme und UVA/UVB in einer einzigen Lampe.

Ein besonders stabiles und gut regulierbares Klima erreichen Sie durch den Einsatz einer Heizmatte, die unter einem Teil des Terrarienbodens angebracht wird. Zwar nutzen Kronengeckos den Boden kaum zur Wärmeregulation, doch sorgt die Heizmatte für eine angenehme Grundtemperatur im gesamten Hochterrarium – dessen Bauweise einem Schornstein ähnelt. Gerade außerhalb der Sommermonate kühlen die unteren Bereiche solcher Terrarien oft zu stark aus, sodass die Tiere einen warmen Rücken, aber einen kalten Bauch haben. Die Heizmatte sollte daher stets über ein Thermostat gesteuert werden, das automatisch für konstante Bedingungen sorgt.

Ein weiterer Vorteil dieser Technik ist der reduzierte Energieverbrauch: Terrarien, die so betrieben werden, benötigen meist weniger Watt bei den Spotlampen und insgesamt weniger Energie. Gerne beraten wir Sie hierzu ausführlich.

Für eine gleichmäßige Ausleuchtung und eine ansprechende Optik im Wohnraum empfiehlt sich zusätzlich eine LED-Beleuchtung über die gesamte Terrarienbreite. Alle Licht- und Wärmequellen sollten über eine Zeitschaltuhr gesteuert werden – idealerweise mit einem Tagesrhythmus von 14 Stunden Licht und 10 Stunden Dunkelheit.

Geckoworld Empfehlung

Wird ein größeres Terrarium gewählt, müssen auch die Licht- und Wärmebedingungen entsprechend skaliert werden. Das umfasst in der Regel stärkere Wärme- und UV-Lampen sowie eine Tageslichtleuchte, deren Länge auf die neue Terrariengröße abgestimmt ist.

Ernährung

Gargoyle Geckos wirken zwar oft ruhig und gemächlich, entpuppen sich jedoch als geschickte Jäger. Ihre Futterinsekten – etwa Grillen, Heimchen oder kleine Heuschrecken – sollten grundsätzlich mit Vitamin- und Mineralstoffmischungen bestäubt werden. Nur so lässt sich ein Nährstoffmangel verhindern, der besonders bei Jungtieren und trächtigen Weibchen schnell zu schweren Erkrankungen bis hin zum Tod führen kann.

Achten Sie darauf, die Größe der Futtertiere an die Körpergröße des Geckos anzupassen und bieten Sie stets nur so viele Insekten an, wie unmittelbar gefressen werden. Bleiben Futtertiere im Terrarium zurück, verteilen sie sich, verstecken sich und reiben die aufgestäubten Nährstoffe ab – die Tiere würden trotz Futterangebot unterversorgt bleiben.

Zusätzlich nehmen Gargoyle Geckos auch gerne Fruchtbrei an, beispielsweise das Exoterra Day Gecko Food.

Sozialverhalten und Fortpflanzung

Gargoyle Geckos können sowohl einzeln als auch in Gruppen gehalten werden. Mehrere Männchen sind jedoch stark territorial und daher grundsätzlich unverträglich. Auch gegenüber Weibchen zeigen sie oft ein sehr forderndes Verhalten, weshalb eine reine Paarhaltung meist nicht empfohlen wird.

Die Weibchen produzieren vier- bis fünfmal pro Jahr ein Gelege aus zwei Eiern, das sie im feuchten Bodengrund vergraben. Bei einer Inkubationstemperatur von 24–27 °C schlüpfen die Jungtiere nach 50–60 Tagen und messen dann etwa 50 mm.

Sonstiges

Dank ihrer hoch spezialisierten Haftlamellen an den Zehen bewegen sich Gargoyle Geckos mühelos selbst auf spiegelglatten Oberflächen – und können sogar kopfüber am Glas haften. Ihre Haftkraft beruht auf echter Naturphysik: Milliarden mikroskopisch feiner Härchen an den Füßen nutzen Van‑der‑Waals‑ und elektrostatische Kräfte, ein Prinzip, das als Adhäsion bekannt ist.

Auch wenn sie in diesem Bereich nicht ganz an die Leistungsfähigkeit der Taggeckos heranreichen, besitzen Gargoyle Geckos einen weiteren Vorteil: Ihr Schwanz dient zusätzlich als Greiforgan und unterstützt sie beim Klettern.

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