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Elliot's Chamäleon

Trioceros ellioti

Verbreitung
Afrika (DNZ)
Kopf-Rumpf Länge
bis ca. 10 cm
Lebenserwartung
ca. 4 Jahre

Pogona vitticeps

Haltung
Waldterrarium
Einrichtung
Bodengrund Terra Basis mit Bark gemischt, UV, Viele Korkäste, Kunstpflanzen,Tropftränke oder Wasserfall, Fogger oder Beregnungsanlage
Ernährung
Insekten
Platzbedarf juvenil:
ca. 60x40x50 cm
Platzbedarf adult:
ca. 120x70x120 cm
Temperatur:
24 - 27 Grad
Luftfeuchte:
60 - 80%
Schutzstatus:
WA II MELDEPFLICHT
Landesverordnung
nicht relevant

Die leuchtenden Farben, die unabhängig voneinander beweglichen Augen und die beeindruckend lange Zunge machen Chamäleons für viele Tierliebhaber faszinierend. Werden sie artgerecht gehalten und gepflegt, entwickeln sich Chamäleons zu robusten Terrarientieren, die ihren Haltern viel Freude bereiten. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass ihre grundlegenden Bedürfnisse und Haltungsanforderungen zuverlässig erfüllt werden.

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über wichtige Besonderheiten dieser Tiere, die für eine erfolgreiche Pflege im Terrarium zu beachten sind. Das Wohl der Chamäleons steht dabei stets im Mittelpunkt. Konkrete artspezifische Angaben zu Terrarienmaßen, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und weiteren Parametern finden Sie in den jeweiligen Artbeschreibungen.

Haltung

Terrarien für Elliot’s Chamäleons sollten – insbesondere bei baumbewohnenden Arten – über eine ausreichende Höhe verfügen. Für die Bemessung der Terrariengröße hat sich die Kopf-Rumpf-Länge (KRL) als praktischer Orientierungswert bewährt. Gerade Jungtiere können in überdimensionierten Terrarien Schwierigkeiten haben, Futter oder Wasser zuverlässig zu finden.

Für noch nicht ausgewachsene Tiere gelten folgende Berechnungsgrundlagen:

  • Terrarien-Grundfläche: vierfache × dreifache Kopf-Rumpf-Länge
  • Terrarienhöhe: vierfache Kopf-Rumpf-Länge

Berücksichtigen Sie dabei stets das zu erwartende Wachstum in den kommenden Monaten, unabhängig davon, ob es sich um ein schnell oder langsam wachsendes Tier handelt. Für adulte Tiere existieren in Deutschland verschiedene institutionelle Empfehlungen zur Mindestgröße von Terrarien.

Elliot’s Chamäleons zeigen ein ausgeprägtes Territorialverhalten. In ihrem natürlichen Lebensraum halten sie stets deutlichen Abstand zueinander. Um Stress zu vermeiden, sollte das Terrarium daher so platziert werden, dass kein direkter Sichtkontakt zu anderen Chamäleons besteht.

Terrariengröße

Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.

Keine Angabe

Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz e.V.

Keine Angabe

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Keine Angabe

Einrichtung

Eine naturnahe, strukturreiche Umgebung ist für Elliot’s Chamäleons von zentraler Bedeutung. Besonders wohl fühlen sie sich in dicht bepflanzten Bereichen, in denen Blätter und Äste stets in greifbarer Nähe sind. Ein üppig bepflanztes Terrarium vermittelt Sicherheit und bietet gleichzeitig attraktive Rückzugs- und Präsentationsflächen.

Setzen Sie daher auf eine gute Mischung aus lebenden Pflanzen und stabilen Kletterelementen. Unterschiedliche Hölzer wirken nicht nur dekorativ, sondern schaffen wichtige Lauf- und Kletterwege. Unter dem UV-Spot sollte ein geeigneter Sonnenplatz eingerichtet werden. Platzieren Sie dafür einen Ast oder eine Wurzel so, dass im Abstand zur Lichtquelle die optimale Temperatur entsteht – dieser Bereich wird vom Chamäleon den Großteil des Tages genutzt.

Als Bodengrund empfiehlt sich Rindeneinstreu („Bark“). Für weibliche Tiere ist zusätzlich ein Bereich mit einem Erde-Sand-Gemisch notwendig, um eine mögliche Eiablage zu ermöglichen. Achten Sie darauf, Kot und Futterreste täglich zu entfernen, um Hygiene und Wohlbefinden sicherzustellen

Klima und UV

Ein stabiles Klima ist für Elliot’s Chamäleons entscheidend, denn in ihrer natürlichen Umgebung – den tropischen Regionen des östlichen Zentralafrikas mit savannenähnlichem Charakter – erleben sie deutliche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Eine nächtliche Abkühlung wirkt sich positiv auf ihr Wohlbefinden aus. Jungtiere sollten tagsüber zudem etwa 3–4 °C kühler gehalten werden als adulte Tiere.

Da Reptilien wechselwarm sind, müssen Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Terrarium möglichst realistisch an diese natürlichen Bedingungen angepasst werden. Dies gelingt durch eine Kombination aus geeigneten Heiz- und Lichtquellen sowie regelmäßiger Befeuchtung über Sprühvorgänge oder eine Beregnungsanlage. Ein Thermo-/Hygrometer ermöglicht die zuverlässige Kontrolle aller relevanten Werte.

Elliot’s Chamäleons verfügen über eine ausgezeichnete Sehschärfe und sind auf intensive Beleuchtung angewiesen. Eine umfassende Ausleuchtung des Terrariums ist daher unverzichtbar. Zusätzlich benötigen sie einen klar definierten Sonnenplatz, der durch eine Spotlampe geschaffen wird. Diese sollte Licht, Wärme und UV-Strahlung liefern – hochwertige Produkte sind hier essenziell, da nur sie dem natürlichen Sonnenlicht ausreichend nahekommen. Chamäleons nehmen Farben auch im UV-Bereich wahr und können ihre Umgebung ohne entsprechendes Licht nicht korrekt einschätzen. Zudem ist UV-B-Strahlung notwendig, um ausreichend Vitamin D3 zu bilden, was für gesundes Wachstum und kräftige Farben unerlässlich ist. Bewährt hat sich beispielsweise die JBL L-U-W Light, erhältlich in verschiedenen Wattstärken und in den Varianten „Desert“ und „Jungle“.

Für ein besonders gut regulierbares Terrarienklima empfiehlt sich zusätzlich eine Heizmatte unter einem Teil des Bodens. Auch wenn Chamäleons den Boden nicht zur Wärmeregulierung aufsuchen, stabilisiert die Heizmatte die Grundtemperatur des Hochterrariums, das konstruktionsbedingt wie ein Schornstein funktioniert. Gerade außerhalb der Sommermonate kann dies verhindern, dass die Tiere zwar einen warmen Rücken, aber einen zu kühlen Bauch haben. Die Heizmatte sollte stets über ein Thermostat gesteuert werden, damit sie nur bei Bedarf aktiviert wird. Dies verbessert nicht nur das Klima, sondern reduziert auch den Energieverbrauch.

Für eine gleichmäßige Grundbeleuchtung und eine ansprechende Optik im Wohnraum empfiehlt sich eine LED-Leiste über die gesamte Terrarienbreite. Alle Licht- und Wärmequellen sollten über eine Zeitschaltuhr in einem festen Tagesrhythmus betrieben werden – ideal sind 14 Stunden Beleuchtung und 10 Stunden Dunkelphase.

Geckoworld Empfehlung

Bei der Entscheidung für ein größeres Terrarium sollten die Beleuchtungseinstellungen entsprechend mitwachsen. Das umfasst sowohl leistungsstärkere Wärme- und UV-Lampen als auch eine Tageslichtquelle, deren Länge auf die neue Terrarienbreite abgestimmt ist.

Ernährung

Eine ausgewogene Versorgung ist für Elliot’s Chamäleons unerlässlich, und sie beginnt bereits bei der Vorbereitung des Futters. Futterinsekten wie Grillen, Heimchen oder Heuschrecken müssen grundsätzlich mit einer Vitamin- und Mineralstoffmischung bestäubt werden. Nur so lassen sich Mangelerscheinungen verhindern, die insbesondere bei Jungtieren und trächtigen Weibchen schnell zu schweren Erkrankungen führen können. Ebenso wichtig ist es, die Größe der Futtertiere stets an die Größe des Chamäleons anzupassen.

Da Chamäleons zu den sogenannten Lauerjägern gehören und ihre Beute kaum aktiv verfolgen, benötigen vor allem Jungtiere eine angepasste Fütterungssituation. Entweder wird das Terrarium für die Dauer der Aufzucht kleiner gewählt, oder es kommt eine „Shotbox“ zum Einsatz. Diese Box hält die eingestäubten Futterinsekten an einem festen Ort und verhindert, dass sie sich im gesamten Terrarium verteilen, verstecken oder die aufgebrachten Vitamine wieder abstreifen. Ohne diese Maßnahme drohen trotz ausreichender Futtermenge Unterversorgung und Mangelerscheinungen. Adulte Tiere zeigen dagegen ein aktiveres Jagdverhalten, sodass diese Methode in der Regel nur für Jungtiere notwendig ist.

Beim Trinken sind Chamäleons auf bewegte Tropfen angewiesen. Eine Tropftränke („Dripper“) ist daher unverzichtbar. Wasser aus einem Napf würden die Tiere nicht als Trinkquelle erkennen und könnten dadurch austrocknen. Optimal versorgt werden sie mit speziellem Chamäleonwasser, das einen hochwertigen Mineralstoffmix enthält und ihren Bedarf zuverlässig deckt.

Sozialverhalten und Fortpflanzung

Elliot’s Chamäleons zeigen im Vergleich zu vielen anderen Arten nur eine geringe innerartliche Aggressivität. Unter geeigneten Bedingungen kann daher ein Pärchen in einem sehr großzügig bemessenen Terrarium zusammen gehalten werden. Sobald das Weibchen jedoch trächtig wird, ist eine räumliche Trennung zwingend erforderlich, um Stress zu vermeiden.

Da diese Art lebendgebärend ist (ovovivipar), benötigen die Tiere kein spezielles Substrat zur Eiablage. Pro Wurf kommen in der Regel zwischen 4 und 14 Jungtiere zur Welt.

Sonstiges

Trächtige Weibchen benötigen deutlich mehr Vitamine und Mineralstoffe als adulte Männchen. Dieser erhöhte Bedarf lässt sich durch eine intensivere Supplementierung mit Mineralstoffen und Spurenelementen sowie durch die regelmäßige Gabe von nährstoffreichem Chamäleonwasser zuverlässig decken.

Zum Schluss möchten wir betonen, dass Chamäleons äußerst angenehme und faszinierende Pfleglinge sind. Wer ihre grundlegenden Bedürfnisse erfüllt, wird mit leuchtenden Farben, ihrem wachsamen Rundumblick und einer der beeindruckendsten Zungen im Tierreich belohnt.

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