
Bunte Blütenmantis
Pseudocreobotra wahlbergii
Verbreitung | Afrika (DNZ) |
Kopf-Rumpf Länge | bis ca. 10 cm |
Lebenserwartung | ca. 1 Jahr |
Pogona vitticepsHaltung | Hohes Terrarium |
Einrichtung | Bodengrund Terra Bark mit Basis gemischt, kleine Korkäste |
Ernährung | Insekten |
Platzbedarf juvenil: | ab 30x30x30 cm |
Platzbedarf adult: | ab 30x30x30 cm |
Temperatur: | 24 - 30 Grad |
Luftfeuchte: | 60 - 70 % |
Schutzstatus: | nicht geschützt |
Landesverordnung | nicht relevant |
Diese farbenprächtige afrikanische Gottesanbeterin ist in großen Teilen Mittel‑ und Ostafrikas bis weit in den Süden verbreitet. Aufgrund ihres auffälligen Erscheinungsbildes zählt sie zu den beliebtesten Arten in der Terraristik.
Haltung
Diese Gottesanbeterinnen leben, wie die meisten Arten, strikt einzeln. Daher reicht bereits ein Terrarium von 30×30×30 cm aus. Wer mehr Raum für eine ansprechendere Gestaltung wünscht, kann selbstverständlich ein größeres Modell wählen.
Einrichtung
.Als Bodensubstrat hat sich lockere, ungedüngte Erde bewährt, die mit Pinienrinde vermengt wird. Korkäste dienen als Kletteräste, und kleine Kunstpflanzen werden gerne als Sitzplatz genutzt. Das Substrat kann bei Bedarf mit einer gebogenen Pinzette etwas gelockert werden.
Klima und UV
Eine UV‑Beleuchtung ist für diese afrikanische Art nicht notwendig. Die Temperaturen in ihren natürlichen Lebensräumen bewegen sich zwischen 24 °C und 30 °C, wobei sich in der Haltung ein Wert um 26 °C besonders bewährt. Sehr stabile Bedingungen entstehen, wenn ein Teil des Terrarienbodens mit einer Heizmatte temperiert wird. Gerade außerhalb der warmen Monate ist der untere Bereich vieler Terrarien zu kühl, sodass die Tiere oben warm und unten kalt sitzen würden. Eine über Thermostat geregelte Heizmatte gleicht solche Schwankungen zuverlässig aus, da sie nur dann aktiviert wird, wenn zusätzliche Wärme benötigt wird.
Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist der geringere Energieverbrauch: Terrarien, die so beheizt werden, kommen meist mit weniger Leistung bei den Spotlampen aus und benötigen insgesamt weniger Energie. Für eine gleichmäßige und dekorative Ausleuchtung empfiehlt sich eine LED‑Leiste über die gesamte Terrarienbreite. Beleuchtung und Heizung sollten über eine Zeitschaltuhr im Tagesrhythmus laufen – etwa 14 Stunden Licht und 10 Stunden Dunkelheit.
Geckoworld Empfehlung
Ein größeres Terrarium erfordert in der Regel auch eine Anpassung der Beleuchtung. Häufig sind leistungsstärkere Wärme‑ und UV‑Quellen nötig, ergänzt durch eine längere Tageslichtlampe.
Ernährung
Die Art zeigt sich beim Fressen wenig wählerisch und packt alles, was sie sicher halten kann. Heimchen und kleinere Heuschrecken sind ideal, während größere Heuschrecken aufgrund ihrer starken Hinterbeine problematisch sein können.
Sozialverhalten und Fortpflanzung
Männchen werden nach der sechsten Häutung fortpflanzungsfähig, Weibchen erst nach der siebten. Sobald die Duftstoffe des Weibchens ein Männchen anziehen, versucht dieses, unbemerkt auf ihren Rücken zu gelangen. Die Paarung zieht sich über Stunden hin und endet häufig mit dem Tod des Männchens. Im Anschluss produziert das Weibchen im Abstand von rund zehn Tagen mehrere Ootheken, aus denen nach vier bis sechs Wochen zahlreiche Jungtiere schlüpfen.
Sonstiges
Die Tiere sind in der Lage, ihre Färbung nach jeder Häutung etwas an die Umgebung anzunähern. Bei Bedrohung entfalten sie die Flügel und lassen ihre eindrucksvollen Augenflecken aufleuchten, um Feinde abzuschrecken.