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Abgottschlange

Boa Constrictor

Die Abgottschlange (Boa constrictor), auch bekannt als Königsschlange, Königsboa oder Abgottboa, gehört zur Familie der Boas (Boidae) und kommt von Kolumbien bis in den Süden Südamerikas vor

Beschreibung

Die Boa constrictor zeigt eine große Vielfalt in Größe und Färbung. Das größte verlässlich vermessene Exemplar erreichte 3,60 m, die längste dokumentierte Haut misst 445 cm. Männchen bleiben im Schnitt deutlich kleiner als Weibchen.

Die Farbvariationen reichen je nach Unterart von Weiß über Rot- und Brauntöne bis hin zu fast Schwarz. Typisch sind die dunkel umrandeten Sattelflecken, deren Form regional variiert. Zudem kann die Abgottschlange ihre Färbung temperaturabhängig aufhellen oder abdunkeln – ein schattendunkles Tier wirkt in der Sonne schnell deutlich heller.

Verbreitung und Lebensraum

Von feuchten Flusslandschaften bis hin zu trockenen Halbwüsten – die Abgottschlange besiedelt ein erstaunlich breites Spektrum an Lebensräumen. Ihr natürliches Vorkommen reicht von Kolumbien östlich der Anden bis nach Argentinien und umfasst Höhenlagen vom Meeresspiegel bis etwa 1.000 Meter.

Während die verschiedenen Unterarten in sehr unterschiedlichen Umgebungen leben, gelten feuchte Regionen in Gewässernähe mit dichtem Bewuchs als typische Lebensräume. Dennoch haben sich einzelne Populationen auch an deutlich trockenere, halbwüstenartige Gebiete angepasst.

Lebensweise

Im natürlichen Lebensrhythmus der Abgottschlange dominieren die Abend- und Nachtstunden. Tagsüber bleibt sie in Höhlen, Baumhöhlen oder anderen geschützten Verstecken und verlässt diese meist nur für kurze Sonnenbäder. Jungtiere nutzen vor allem das Geäst der Bäume, während adulte Tiere mit zunehmendem Gewicht fast ausschließlich am Boden leben.

Die Art gilt insgesamt als wenig wanderfreudig.

Fortpflanzung

Über das Fortpflanzungsverhalten der Abgottschlange ist aus der Natur nur wenig bekannt, daher stammen viele Erkenntnisse aus der Terrarienpraxis. Je nach Unterart fällt die Paarungszeit in bestimmte Monate. In dieser Phase gibt das Weibchen Duftstoffe ab, denen die Männchen folgen. Kommt es zum Kontakt, stimuliert das Männchen das Weibchen mit seinen Afterspornen, bis dieses die Paarung zulässt. Solche Werbephasen können sich über Wochen ziehen und beinhalten oft zahlreiche, stundenlange Kopulationen.

Die Art ist lebendgebärend: Die Jungtiere schlüpfen direkt bei der Geburt aus einer dünnen Eihülle. Zwischen Befruchtung und Geburt liegen meist 120 bis 150 Tage, und häufig fällt der Zeitpunkt des Wurfes mit Regenperioden zusammen. Das Weibchen zeigt währenddessen ein ausgeprägtes Schutzverhalten und hilft den Jungen gelegentlich sogar beim Befreien aus der Eihülle oder beim ersten Wegkriechen. Nach der Geburt sind die Jungschlangen vollständig entwickelt und sofort selbstständig.

Geckoworld Empfehlung

Wird ein größeres Terrarium gewählt, müssen die Beleuchtungseinstellungen entsprechend mitwachsen. Dazu gehören oft leistungsstärkere Wärme‑ und UV‑Leuchtmittel sowie eine Tageslichtlampe, deren Länge auf das neue Terrarienmaß abgestimmt ist.

Ernährung

Als opportunistischer Jäger nutzt die Abgottschlange nahezu jede Beute, die sie überwältigen kann – bis hin zu kleinen Kaimanen. Bevorzugt werden warmblütige Tiere, da sie leichter wahrgenommen werden.

Bei der Jagd setzt die Boa entweder auf aktives Aufspüren über Duftspuren oder auf geduldiges Lauern. Ist die Beute in Reichweite, erfolgt der Angriff in einem schnellen Vorstoß. Anschließend tötet die Schlange durch kräftiges Umschlingen, das einen Kreislaufkollaps auslöst – daher der Artname constrictor. Je nach Beutegröße kann dieser Vorgang mehrere Minuten dauern; beendet wird er, sobald kein Herzschlag mehr spürbar ist.

Junge Boas nutzen zusätzlich eine raffinierte Technik: Sie bewegen ihren Schwanz wurmartig und locken damit Echsen gezielt an.

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