
Annam Stabschrecke
Medauroidea extradentata
Verbreitung | Südostasien (DNZ) |
Kopf-Rumpf Länge | bis ca. 10 cm |
Lebenserwartung | ca. 1 Jahr |
Pogona vitticepsHaltung | Hohes Terrarium |
Einrichtung | Bodengrund Terra Bark mit Basis gemischt, kleine Korkäste |
Ernährung | Brombeerblätter |
Platzbedarf juvenil: | ab 30x30x40 cm |
Platzbedarf adult: | ab 30x30x40 cm |
Temperatur: | 24 - 30 Grad |
Luftfeuchte: | 60 - 70 % |
Schutzstatus: | nicht geschützt |
Landesverordnung | nicht relevant |
Als eine der bekanntesten Phasmiden gilt die Annam‑Stabschrecke, auch Vietnamesische Stabschrecke genannt, und ist besonders in Schulen weit verbreitet.
Haltung
Wie viele andere Stabschrecken halten sich auch diese Tiere bevorzugt direkt im Futter auf. Dadurch benötigen sie keine besonders großen Terrarien; Maße von 30×30×40 cm sind bereits ausreichend. Wer das Ganze etwas ansprechender gestalten möchte, greift oft zu einem größeren Terrarium von 45×45×60 cm. Darin lassen sich die Zweige der Futterpflanzen deutlich besser und optisch schöner unterbringen.
Einrichtung
Als Bodensubstrat eignet sich eine lockere, leicht humose Erde ohne Düngerzusätze. Eine Beimischung von feiner Pinienrinde (Terra Bark bis 10 mm) sorgt für eine gute Struktur. Korkäste werden von den Tieren problemlos als Kletteräste genutzt. Um das Substrat gelegentlich aufzulockern, kann es vorsichtig mit einer gebogenen Pinzette durchgeharkt werden.
Klima und UV
Eine UV‑Beleuchtung ist für diese Art nicht notwendig, obwohl sie aus Südostasien stammt. Die natürlichen Temperaturbereiche ihrer Herkunft liegen zwischen 24 °C und 30 °C; als optimal gilt ein Wert um etwa 26 °C. Ein besonders stabiles und gut regulierbares Klima lässt sich erzeugen, wenn ein Teil des Terrarienbodens mit einer Heizmatte temperiert wird. Gerade außerhalb der Sommermonate ist der untere Bereich vieler Terrarien oft zu kühl, sodass die Tiere oben warm und unten kalt sitzen würden. Die Heizmatte sollte daher immer über ein Thermostat gesteuert werden, das bei Bedarf automatisch nachheizt.
Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist der geringere Energieverbrauch: Terrarien, die so beheizt werden, benötigen meist weniger Leistung bei den Spotlampen und kommen insgesamt mit weniger Strom aus. Für eine gleichmäßige und dekorative Ausleuchtung des Terrariums empfiehlt sich eine LED‑Leiste über die gesamte Breite. Beleuchtung und Heizung laufen idealerweise über eine Zeitschaltuhr im Tagesrhythmus von 14 Stunden Licht und 10 Stunden Dunkelheit.
Geckoworld Empfehlung
Mit zunehmender Terrariengröße ist eine Anpassung der Beleuchtung unverzichtbar. Dies umfasst sowohl eine höhere Leistungsstufe der Wärme‑ und UV‑Strahler als auch den Einsatz einer tarrarienlängengerechten Tageslichtlampe, um eine gleichmäßige Ausleuchtung sicherzustellen.
Ernährung
Brombeerblätter gehören eindeutig zu den Lieblingsspeisen dieser Tiere und werden meist sofort gefressen. Andere Blattarten werden ebenfalls angenommen, doch Brombeere bleibt die erste Wahl. Als Alternativen eignen sich Himbeer‑, Erdbeer‑, Eichen‑ oder Buchenblätter.
Sozialverhalten und Fortpflanzung
In Gruppenhaltung fühlen sich Annam‑Stabschrecken sehr wohl. Die Männchen lassen sich gut an ihren längeren Antennen erkennen und bleiben insgesamt etwas kleiner und schlanker als die Weibchen. Nach rund vier Monaten sind die Weibchen ausgewachsen und geben täglich ein bis fünf Eier ab, die einfach zu Boden fallen. Selbst ohne Männchen kommt die Art problemlos zurecht, da sie sich parthenogenetisch fortpflanzen kann. Die Entwicklung der Eier dauert etwa drei bis vier Monate, bevor die Jungtiere schlüpfen.
Sonstiges
Bei Störungen beginnt diese Stabschrecke oft leicht zu schwanken, ganz wie ein im Wind bewegter Zweig. Auf diese Weise versucht sie, mögliche Fressfeinde zu täuschen.